Freitag, 12. Dezember 2014

Neues VIA Magazin zum Thema Rassismus + Diskriminierungen im Alltag


aus dem Inhalt:
  • Marcus Osei, Hartmut Reiners (ARIC-NRW): "Rassismus und Alltagsrassismus – Von der Tabuisierung zur akzeptierten Normalität?"
  • Prof. Andreas Zick: "Spielarten des Rassismus"
  • Dr. Ulrich Steuten: "Die Regulierung des Allzu-Fremden -Zur gouvernementalen Islampolitik der Deutschen Islam Konferenz"
  • Marisa Warda: "Sinti und Roma in Deutschland"
  • Ansgar Drücker: "Rassismus (nicht nur) in den Medien? – Ansätze für einen sensiblen Sprachgebrauch in interkulturellen Themenfeldern"
  • Verbande binationaler Familien und Partnerschaften: "Diskriminierungen in Kinderbüchern"
  • Dr. Jule Bönkost: "Rassismus hört nicht mit dem Fremdsprachenunterricht auf"
und noch Einiges mehr...


Bestellungen per Email über: via@via-bund.de
oder über unsere Homepage: http://www.via-bund.de/viamagazine.php

Kosten: nach wie vor nur 2,05 Euro plus 1,50 Euro Versandkosten.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Diversity Kalender 2015

Unser Landesverband VIA-Bayern ist Träger der Fachstelle "Diversity Management" im wohlbekannten bundesweiten IQ-Netzwerk. Auf der Internetseite der Fachstelle gibt es die Möglichkeit, den aktuellen Diversity Kalender 2015 herunter zu laden. Enthalten sind eine Auswahl relevanter religiöser sowie säkularer Gedenk- und Feiertage. Download [ hier ]

... oder Bestellung bei:  natalia.kovaleva@via-bayern.de

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Copyright-Deutsche und Mehrheimische

... und die Allochthonen und die Autochthonen, die Drittstaatsangehörigen und die Synthetik-Deutschen. Puhhh, wer blickt da eigentlich noch durch.
Gut, dass die "Neuen deutschen Medienmacher" - ein bundesweiter Zusammenschluss von Medienschaffenden mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kompetenzen und Wurzeln - jetzt ein Standardwerk herausgebracht haben, das alle Fragen dazu beantwortet: "Neue Begriffe für die Einwanderungsgesellschaft - Ein Glossar zum möglichst wertfreien Wording"
Download hier: http://news.bagkjs.de/media/raw/NdM_Glossar_15_Nov_2014.pdf

Dienstag, 25. November 2014

Wie gründe ich ein Unternehmen - ein Angebot für junge Migranten/innen

Gerne verbreiten wir dieses interessante Angebot, das uns "Social Impact Lab Frankfurt" unterbreitet hat: 
Für junge Menschen bis 30 Jahre mit Migrationshintergrund kann ein Workshop zum Thema "Gründung als Alternative, was braucht es" angeboten werden. Der Workshop kann bei "Social Impact" oder in eigenen Räumlichkeiten von Gruppen, Initiativen oder Vereinen durchgeführt werden. Die Zeitdauer des Workshops ist variabel gestaltbar.
Innerhalb des Rhein-Main Gebietes ist das Angebot kostenlos, außerhalb kann es nicht kostenfrei anboten werden.
Ansprechpartner/in: Nils Hafa oder Nora Schimang
(Bei Kontaktaufnahme auf VIA berufen.)
frankfurt.socialimpactlab.eu/

Donnerstag, 6. November 2014

"Rassismus – nicht mit mir!"

Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Jugendliche aus Vereinen, Gruppen oder Organisationen, die mindestens 16 Jahre alt sind und noch vor ihrem ersten Ausbildungsabschluss stehen, sind aufgerufen Engagement zu zeigen, Rassismus zu bekämpfen, Vorbild zu sein. Das können sie durch eine Teilnahme am Wettbewerb am Wettbewerb "Rassismus – nicht mit mir!", den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausgeschrieben hat. Es gibt Preise zu gewinnen und viele wertvolle Erfahrungen zu machen.
Näheres hier: www.rassismus-nicht-mit-mir.de

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Charta gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Die versuchte Einflussnahme rechtsextremer Personen und Gruppierungen auf unsere Gesellschaft ist ein Problem, dem wir uns alle stellen müssen. Rechtsextremisten drängen seit langem auch und ganz bewusst in die soziale Arbeit, engagieren sich in Elterninitiativen, in der Jugendarbeit oder anderen Handlungsfeldern der Sozialarbeit. Sie sind nicht mehr ohne weiteres gleich an Äußerlichkeiten erkennbar, sie greifen „linke“ und „ökologische“ Themen auf und versuchen, sich als Teil gesellschaftlicher Normalität zu inszenieren Aus diesem Grund unser Dachverband der Paritätische als dringliche Aufgabe an, sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen deutlich gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu positionieren. Dazu hat er als Auftakt zu einer Kampagne gegen Rechts die "Charta gegen Rassismus und Rechtsextremismus" verabschiedet. Dieser klaren inhaltlichen und öffentlichen Positionierung des Paritätischen schließen wir uns selbstverständlich zu 100% an.
( Die Charta )

Donnerstag, 18. September 2014

Willkommen Türkei! Ho?geldin Almanya!

Wegen der großen Resonanz ist das Programm "Willkommen Türkei! Ho?geldin Almanya! Deutsch-türkische Schüleraustauschprojekte“ der Robert Bosch Stiftung verlängert worden. Ab sofort können wieder deutsche Schulen und ihre türkischen Partnerschulen Austauschprojekte darüber beantragen. Das Programm Schülern aus Deutschland und der Türkei das jeweils andere Land intensiv kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Schüler sollen auf der Grundlage ihrer Ideen und Interessen gemeinsam ein Projekt gestalten.
Näheres [ hier ]

Donnerstag, 4. September 2014

Neues Gesetz hilft und schützt Frauen, die ihre Schwangerschaft geheim halten




Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlichen, haben große Angst sich jemandem zu offenbaren, sie sind verzweifelt und isoliert. Aber keine Frau in Deutschland muss allein bleiben mit ihrer Angst oder ihr Kind heimlich, ohne medizinische Begleitung, zur Welt bringen. Das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt hat zum Ziel den Frauen rechtssicher zu helfen –

  • durch professionelle, jederzeit auch anonyme Beratung und einfühlsame, kontinuierliche Begleitung vor und nach der Geburt in über 1.600 Schwangerschaftsberatungsstellen in ganz Deutschland

  • durch die vertrauliche Geburt, die innerhalb des Spektrums anonymer Hilfs- und Beratungsangebote, eine geschützte und medizinisch begleitete Entbindung ermöglicht und einem Kind die Chance gibt mit 16 Jahren seine Herkunft zu erfahren. Ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen.

Das kostenlose Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym & sicher“: 0800 40 40 020 ist rund um die Uhr erreichbar und hilft in mehreren Sprachen sowie – demnächst auch – barrierefrei weiter. Es bietet den Schwangeren erste Unterstützung und vermittelt an die lokalen Schwangerschaftsberatungsstellen weiter.
Umfassende Informationen finden sich auf: www.geburt-vertraulich.de  

Mittwoch, 3. September 2014

Rassismus Schattenbericht



Unsere Mitgliedsgruppe iMiR (Institut für Migrations- und Rassismusforschung, Hamburg) schreibt seit über 10 Jahren für ENAR, das Europäische Netz gegen Rassismus, den Schattenbericht zu Rassismus in Deutschland, der Teil des Europäischen Schattenberichtes zu Rassismus in Europa ist (siehe: http://enar-eu.org/Shadow-Reports-on-racism-in-Europe-203).

Jedes Jahr steht nun ein Thema im Zentrum, zu dem aus allen EU-Mitgliedsländern Informationen aus der Perspektive der Zivilgesellschaft eingeholt wird. Daraus wird dann ein gemeinsamer Europäischer Schattenbericht erstellt. In Zukunft gibt es also keine nationalen Berichte mehr, um genauer und aktueller die Situation in ganz Europa zu beschreiben und besser zu identifizieren, wo Handlungsbedarf für eine europaweite "Advocacy" ("politisches Lobbying"/Themenanwaltschaft) zu diesem Thema, aus der Sicht der Zivilgesellschaft, besteht.

Für 2014 ist das Thema "Hassverbrechen" (Hate Crime).

Dazu gehören thematisch Erfahrungen und Entwicklungen des Rahmenbeschluss zu rassistischer und fremdenfeindlicher Kriminalität (European Union Framework Decision on Racist and Xenophobic Crime, von 2008) und die Opferschutzrichtlinie von 2012.

Für die Zuarbeit nach Brüssel bittet iMir um Unterstützung. Hilfreich sind dabei Informationen, die nicht ohne weiteres über eine Internetrecherche verfügbar sind. Wenn Ihr interessante Fälle habt, eine Einschätzung der Situation, die von offiziellen Darstellungen abweichen oder wenn Ihr sonst etwas Wichtiges zum Thema mitteilen wollt, reicht das bitte an iMir weiter.

Ziel ist es einen guten Überblick über die Situation in Deutschland zu erarbeiten, der die Perspektive der Nichtregierungsorganisation, die in diesem Bereich tätig sind, möglichst genau widerspiegelt.

iMir-Kontakt
Email: office@imir.de
Tel: 040/4305396

Donnerstag, 31. Juli 2014

Jugendwettbewerb "Fremd in Europa"

Zu diesem Thema schreibt die Agentur "JUGEND für Europa - Nationale Agentur für Erasmus+" einen Jugendwettbewerb aus. Er richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Europa zwischen 13 und 30 Jahren und fragt sowohl nach persönlichen Erfahrungen als auch fiktiven Geschichten. Gesucht werden Texte in Form von Kurzgeschichten, Berichten oder Essays genauso wie Videos, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Es können englische und deutsche Beiträge eingereicht werden. Der Einsendeschluss ist der 31. August 2014.
Näheres HIER

Freitag, 18. Juli 2014

Chinesische Kampfkunst

Unsere Mitgliedsgruppe "Schwarzer Adler Gelber Drache e.V. - Verein zur Förderung der deutsch-chinesischen Beziehung" (SAGD) in Marburg bemüht sich seit vielen Jahren um einen interkulturellen Austausch zwischen Deutschen und Chinesen. Über die Jahre wurden viele interessante Veranstaltungen angeboten, die Einblicke in die chinesische Kultur ermöglichten. 
Am 26./27.07. bietet der Verein die Möglichkeit im Rahmen eines Workshops eine ganz besondere Perle chinesischer Kultur kennen zu lernen. Der Kung Fu Meister Zhen Jing Ming aus Beijing wird die überaus berühmte Kampfkunst Xin Yi Liu He Quan unterrichten. 
Die Kunst hat einen legendären Ruf. In China hat jeder davon gehört aber kaum jemand hat sie je gesehen oder geübt. Der Grund ist, dass sie über einen Zeitraum von fast 400 Jahre nur im kleinsten Familienkreis unterrichtet wurde. Erst vor wenigen Jahrzehnten unterrichten die einschlägigen Familien öffentlich. In Europa ist die Kunst nur einem kleinen Kreis von Insidern bekannt. 
SAGD bietet jedem Interessierten an, an dem Workshop teilzunehmen. Weitere Informationen erhalten sie unter
http://www.kungfu-marburg.de/pages/de/sagd---aktuell/xin-yi-liu-he-quan-workshop-2014---2.php 
oder mailto:info@kungfu-marburg.de

Dienstag, 17. Juni 2014

Neue Wege im Gesundheits- und Pflegebereich

Unser sehr erfolgreiches Projekt "Interkulturelles betriebliches Age-/Gesundheitsmanagement für Klein- und Mittelbetriebe" wird neben 6 anderen XENOS-Projekten in der neuen Broschüre "Neue Wege im Gesundheits- und Pflegebereich - Innovative Ansätze zur Arbeitsmarktintegration, interkulturellen Öffnung und Fachkräftesicherung" vorgestellt.
Darin wird gezeigt, wie es gelingen kann, benachteiligte (junge) Menschen für Berufe in der Gesundheitswirtschaft zu interessieren und zur Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung in diesem Bereich zu motivieren. Darüber hinaus werden unterschiedliche Ansätze der Projekte zur interkulturellen Öffnung der Gesundheitsbranche dargestellt. Der Anriss gesellschaftspolitischer Themen und der dazu passenden XENOS-Ansätze findet sich in dieser Broschüre ebenso wie detaillierte Projektprofile. Neben der Verbreitung guter Ideen wollen die Herausgeber/ -innen von XENOS Panorama Bund mit dieser Broschüre bei potenziellen Transfernehmern wie Jobcenter, Schulen, Unternehmen, Einrichtungen der Gesundheitsbranche, politischen und sozialen Akteuren, das Interesse an den transferfähigen Produkten der Projekte wecken, die in den Projektdarstellungen explizit zu finden sind. Durch verschiedene Interviews und der Präsentation von "Erfolgsstories" lockert Autorin Elke Biester den Stoff zusätzlich auf.

Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung und ist in Printform per E-Mail bei elkebiester@xenos-panorama-bund.de zu bestellen.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Krankenversicherungen

Hier mal einige Tipps zur Krankenversicherung für Zuwanderer:

(1) Migrantinnen und Migranten sowie weitere Verbrauchergruppen aus dem Ausland erhalten unter http://www.1a.net/versicherung/krankenversicherung/international eine umfassende Erläuterung des deutschen Gesundheitssystems in zehn Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Chinesisch, Arabisch).

(2) Menschen, die keine Krankenversicherung haben oder Asyl suchend sind, bekommen unter http://www.1a.net/versicherung/krankenversicherung/nichtversicherte#asyl eine entsprechende Erläuterung zur Thematik. Betroffene finden hier neben fünfsprachigen Hintergrundinformationen (in Farsi, Arabisch, Französisch, Russisch und Englisch) auch Tipps, eine Infografik sowie verschiedene Checklisten.

Dienstag, 3. Juni 2014

Diversity für Verwaltungen

Die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes" hat einen Leitfaden für Verwaltungen veröffentlicht:
„Diversity Mainstreaming für Verwaltungen – Schritt für Schritt für mehr Diversity und weniger Diskriminierung in öffentlichen Institutionen“
Er zeigt, welche Schritte Verwaltungen konkret umsetzen können, um Diversity- und Antidiskriminierungsstrategien auf der strategischen Planungs- und Leitungsebene, in Personalangelegenheiten und in der Organisationskultur zu verankern. Unter anderem wird auch dargelegt, welche Möglichkeiten es gibt, Diversity-Kompetenz in Bewerbungsgesprächen zu erfragen.
Näheres hier: http://wong.to/leit-div

Mittwoch, 28. Mai 2014

45. VIA Bundes-MV

Am 26./27.06.2014 findet in Dortmund unsere 45. Bundes-Mitgliederversammlung statt.
Thema:  Neuzuwanderungen nach Deutschland - eine Herausforderung für Migrantenorganisationen und Kommunen.
Hier das Programm: http://wong.to/MV2014

Mittwoch, 30. April 2014

Pünktlich zu Beginn der neuen EU-Förderperiode ist ein neues VIA-Magazin erschienen!



Titel:
Die Europäische Union in der Förderperiode 2014-2020

72 Seiten
2,05 Euro plus Versandkosten
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Telefonische Bestellung unter 0203-7284282
oder online hier:

http://www.via-bund.de/viamagazine.php


Inhalt:

Die Europäische Union
- Fakten
- Organe und Institutionen
- Geschichte
- Gesetzgebungsverfahren

Interview mit Europe Direct Duisburg

Förderpolitik der EU
- Allgemeine Informationen
- Strategie „Europa 2020“
- Der Mehrjährige Finanzierungsrahmen
- Förderperiode 2014-2020

Fonds und Aktionsprogramme der EU

- Fonds
- Aktionsprogramme

Interview: Erfahrungsberichte mit „Jugend in Aktion“

Interview mit der Kontaktstelle „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

Tipps zur Antragsstellung

Wichtige allgemeine Links zur europäischen Förderpolitik

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Montag, 28. April 2014

... gesucht wird:


Diese Nachfragen geben wir gerne mal weiter:

(1.) Der Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA) sucht für die zweite Staffel der Kindersendung "Schmecksplosion" befreundete Kinder im Alter von 8-12 Jahren aus unterschiedlichen Kulturen, die sich gegenseitig bekochen. Näheres hier: Schmecksplosion

... und dann noch 2 Stellenausschreibungen von VIA-Mitgliedsgruppen:

(2.) Die IFaK aus Bochumn sucht eine/e Geschäftsführer/in (IFaK-Stellenausschreibung) und 
(3.) Evin aus Berlin eine/n Sozialarbeiter/in oder -pädagogen/in (Evin--Stellenausschreibung).

Viel Erfolg
- das VIA-team -

Freitag, 28. März 2014

Diskriminierung am Ausbildungsmarkt – Ausmaß, Ursachen und Handlungsperspektiven


Zentrale Ergebnisse
Beim Zugang zur Ausbildung sind die Chancen von Anfang an ungleich verteilt: Schüler mit einem türkischen Namen haben auch bei gleichen Noten und gleicher Eignung deutlich schlechtere Aussichten, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, als Schüler mit einem deutschen Namen. Sie werden also bereits in der ersten Bewerbungsphase diskriminiert. Dies zeigen die Ergebnisse eines bundesweiten Korrespondenztests, den der SVR-Forschungsbereich für die vorliegende Studie durchgeführt hat. Dabei wurden jeweils zwei Bewerbungen von überdurchschnittlich qualifizierten männlichen Schülern mit deutscher Staatsangehörigkeit an insgesamt 1.794 Unternehmen verschickt, die mindestens einen Ausbildungsplatz für die Berufe Kfz-Mechatroniker/in oder Bürokaufmann/-frau zu besetzen hatten. Insgesamt wurden über 3.500 Bewerbungen versandt.
In Zahlen drückt sich die Diskriminierung folgendermaßen aus: Um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten, muss ein Kandidat mit einem deutschen Namen durchschnittlich fünf Bewerbungen schreiben, ein Mitbewerber mit einem türkischen Namen hingegen sieben. Im Branchenvergleich ist die Benachteiligung beim Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker stärker ausgeprägt. Einen wichtigen Einfluss hat aber auch die Unternehmensgröße: Die Diskriminierungsrate ist bei kleinen Unternehmen mit weniger als sechs Mitarbeitern deutlich höher als bei mittleren und großen Unternehmen.
Diskriminierung mindert Teilhabechancen und ist unter Gesichtspunkten der Integration unbedingt zu vermeiden. Auch die Unternehmen sollten Diskriminierung aus betriebswirtschaftlichen Gründen unbedingt vermeiden, denn dem angespannten Ausbildungsmarkt geht dadurch wertvolles Potenzial verloren. Mittelfristig gefährdet dies die Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland.
Um künftig Diskriminierungen zu vermeiden und dem Ziel der Chancengleichheit auf dem Ausbildungsmarkt näher zu kommen, stellt der SVR-Forschungsbereich eine Reihe von Handlungsempfehlungen in verschiedenen Bereichen vor. Sie berücksichtigen zentrale Erkenntnisse der Berufsbildungs-, der Vorurteils- und der Diskriminierungsforschung. Darüber hinaus stützen sie sich auf Befunde aus zwei Fokusgruppen mit Personalverantwortlichen deutscher Ausbildungsunternehmen, die für diese Studie durchgeführt wurden, und beziehen bewährte Ansätze aus der Praxis ein.
- gefördert von der Boch-Stiftung -
Die gesamte Studie ist [ hier ] herunterzuladen.